ILP - Therapie

ILP bedeutet Integrierte Lösungsorientierte Psychologie/Psychotherapie.

 

Es werden drei Verfahren integriert:

die lösungsorientierte Therapie nach de Shazer,

die systemische Therapie und

die tiefenpsychologisch wirksamen Veränderungen mentaler Steuerungen.

 

Die lösungsorientierte Therapie nach de Shazer wird der Systemischen Therapie zugeordnet

(siehe Gutachten des WBP, 5. Theorie).

Es werden dort de Shazer und die lösungsorientierten Methoden genannt und die für die lösungsorientierte Therapie typische Ressourcenorientierung. Dazu zählen auch die angeführte Wunderfrage, paradoxe Interventionen sowie das Pacen als systemische Haltung. 

Die systemische Therapie umfasst Methoden, die systemisches Beziehungsverhalten, systemische Identität und systemisches Handeln abdecken. Durch intrapsychische Haltungsänderungen beim Klienten wird das soziale Verhalten der jeweiligen Mitglieder des Systems gezielt beeinflusst und verändert.

Die verwendeten Methoden sind Weiterentwicklungen systemischer Interventionen; etwa das Tit For Tat, die systemische Energieumwandlung als Reintegration projiziert erlebter Anteile und das systemische Handeln, welches typische Konfliktfelder in Systemen bearbeitet (Kommunikation, Verantwortung, Integrität).  

Die Veränderung mentaler Steuerungen betrifft alte, in der Kindheit erworbene Glaubenssätze, Erwartungshaltungen und Identitäten. Sie wurden im System Familie gelernt und beeinflussen heute sowohl eigenes soziales Verhalten als auch Reaktionen der anderen Mitglieder des jeweiligen Systems. Es werden mentale Steuerungen verändert mit dem Ziel der Verbesserung individueller Lebenskompetenzen und erwünschter Veränderungen im sozialen Umfeld.

Zusammen mit den Grundhaltungen des lösungs-, Ressourcen- und prozessorientierten Denkens ist die Integrierte Lösungsorientierte Psychologie/Psychotherapie (ILP) ein überwiegend systemisches Verfahren.